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PropTech aedifion sammelt 12 Millionen ein – Gebäude werden aktiver Teil der Energiewende

Umwelttechnik

Das große Ziel der aedifion-Gründer: Gebäude zum aktiven Teil der Energiewende zu machen (v.l. Felix Dorner, Dr.-Ing. Johannes Fütterer, Dr. rer. nat. Jan Henrik Ziegeldorf, Erik Brümmendorf) / Foto: aedifion


• Lead-Investoren der Runde sind Europas führender Climate-Tech-Fonds World Fund und BeyondBuild unter Beteiligung des Family Offices der SAP-Gründerfamilie Hopp

• Mithilfe der Cloud-Plattform für das digitale Management von gewerblichen Gebäuden werden CO2-Emissionen um bis zu 40 Prozent gesenkt

• Die Software macht Gebäude zum aktiven Teil des Energiesystems und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz

Das Kölner PropTech-Unternehmen aedifion hat 12 Millionen Euro in einer Series-A-Runde von neuen und Bestandsinvestoren eingesammelt. Mit der Cloud-Software können Verwalter:innen und Inhaber:innen gewerbliche Gebäude einfacher und digitaler betreiben – und sie effizienter und damit auch deutlich klimafreundlicher machen.

Lead-Investoren der überzeichneten Runde sind der auf Climate-Tech spezialisierte Berliner Wagniskapitalgeber World Fund und die Technologie- und Investmentplattform BeyondBuild für die Bau- und Immobilienbranche unter Beteiligung des Family Offices der SAP-Gründerfamilie Hopp. Zu den weiteren Investoren zählen Bauwens, Drees & Sommer und MOMENI Ventures. Auch die Bestandsinvestoren BitStone Capital und Phoenix Contact Innovation Ventures investieren in dieser Runde erneut.

Bis zu 40 Prozent – im Schnitt zwischen 20 und 30 Prozent – kann der Energiebedarf für das Heizen und Kühlen von Gebäuden durch Optimierung der Abläufe gesenkt werden, wie das Unternehmen selbst in zahlreichen veröffentlichten Case Studies darlegt.

Smarte Gebäude werden Teil des Energiesystems

Das frische Kapital will der Marktführer für die intelligente Gebäudetechnik-Steuerung in Deutschland unter anderem für die Erweiterung der Produktpalette nutzen und die europäische Marktführerschaft anstreben. „Wir wollen Gebäude zu einem Teil des Energiesystems der Zukunft machen“, sagt Gründer und CEO Johannes Fütterer. „Dank Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz können Gebäude zum Teil der Energiewende werden – als virtuelle Kraftwerke, die Teil eines smarten Netzes sind.“

Eine künstliche Intelligenz, die beispielsweise Heizungsanlagen vorausschauend steuert, nutzt dafür zahlreiche Daten vom Wetter bis zur per Software ermittelten thermischen Kapazität des Gebäudes. „So können die Wärmepumpen dann eingeschaltet werden, wenn der Strompreis günstig ist.” Gerade wenn viele Immobilien so gebündelt smart gesteuert werden, spart das nicht nur Emissionen und Geld, sondern dient auch der Stabilität des Stromnetzes insgesamt. „Das ist ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende, denn mit mehr Sonne und Wind im Netz schwankt auch das Stromangebot“, sagt Fütterer.

Darüber hinaus bietet die Cloud-Software Eigentümer:innen, Verwalter:innen, Facility-Manager:innen und Ingenieurbüros zahlreiche digitale Werkzeuge zur Optimierung und Regelung von Gebäudetechnik. Im ersten Schritt werden dabei die Betriebsdaten erfasst und mittels Machine Learning ausgewertet. Diese Daten wie beispielsweise Vorlauftemperatur oder Rücklauftemperatur müssen ohne derartige Software in aufwändigen manuellen Prozessen ermittelt werden. „In unserer Software steckt das beste ingenieurtechnische Wissen am Markt mit mehr als 13 Jahren Erfahrung”, sagt CEO Fütterer. „Ineffizienzen im Betrieb werden automatisch fortlaufend erkannt, was Geld spart und Emissionen senkt – und das ganze vollständig digital und skaliert über alle Immobilien.“

10 Millionen Tonnen CO2 könnten eingespart werden

Die Software arbeitet unabhängig davon, welche Gebäudetechnik verbaut ist, und kann über offene Schnittstellen mit anderen Anwendungen kommunizieren. Namhafte Unternehmen wie AEW, Hines, Art-Invest, Gegenbauer und ROM Technik nutzen die Software, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Das Potenzial ist groß: Allein in Deutschland gibt es 2,7 Millionen gewerbliche Gebäude mit rund 1,35 Milliarden Quadratmeter Nettogrundfläche. Damit könnten mehr als 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr nur durch den Einsatz der CloudPlattform eingespart werden.

„Bürogebäude sind für 6,6% der globalen CO2-Emission verantwortlich und bieten damit gleichzeitig ein riesiges Potential für den Klimaschutz”, sagt World-Fund-Investment-Manager Mark Windeknecht. „aedifion ist ein exzellentes Deep-Tech-Beispiel, das zeigt, wie Klimaschutz und Kostenersparnisse per Software skaliert werden können.“ Alexander Reichhuber, Managing Partner bei BeyondBuild, ergänzt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass aufgrund der gebotenen Dringlichkeit bei der Erreichung der Klimaziele ein effizientes Optimieren vor einem zeitaufwendigen Transformieren von Gebäuden unausweichlich ist. aedifion spielt hierbei mit seiner Technologie eine Schlüsselrolle.“

Das Unternehmen wurde 2017 aus einem führenden Forschungsinstitut für Gebäudetechnik an der RWTH Aachen ausgegründet und nimmt an mehreren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Forschungsprojekten anderer Hochschulen und Forschungseinrichtungen teil – darunter FU Berlin, Universität Stuttgart und Fraunhofer ISE. An den Forschungsprojekten beteiligt sind auch namhafte Unternehmen wie Eon, Uniper und Züblin.

Über aedifion

Die aedifion GmbH ist ein PropTech aus Köln, das dabei hilft, Gebäude nachhaltig, effizient und transparent zu betreiben. Mit der KI-basierten Cloud-Plattform können der Energieverbrauch, die CO2-Emissionen und die Betriebskosten von Gebäuden gesenkt und deren Nachhaltigkeit verbessert werden. Ein Win-Win-Win für Eigentümer:innen, Betreiber:innen und Mieter:innen. Das Unternehmen vereint dafür ingenieurtechnisches und informationstechnisches Expert:innenwissen in einem breiten Portfolio an Lösungen.

Über World Fund

World Fund ist der größte auf Europa ausgerichtete Klima-Risikokapitalfonds, der von Daria Saharova, Danijel Visevic, Craig Douglas und Tim Schumacher gegründet wurde. Von Energie, Lebensmitteln, Landwirtschaft und Flächennutzung bis hin zu Baumaterialien, Fertigung und Verkehr investiert der World Fund in europäische Klimatechnologien mit einem Klimaleistungspotenzial (CPP) von mindestens 100 Mio. t CO2- Emissionseinsparungen pro Jahr. Da wir unsere Wirtschaft dekarbonisieren müssen, werden Start-ups mit einem solchen CPP zu den wertvollsten Unternehmen des nächsten Jahrzehnts gehören.

Über BeyondBuild

BeyondBuild ist die führende Technologie- und Digitalisierungsplattform für eine nachhaltige und zukunftssichere Immobilienwirtschaft. Unterstützt von hochkarätigen Investoren und Unternehmern investiert BeyondBuild Kapital mit Mehrwert in führende Technologieunternehmen oder baut diese gemeinsam mit den Gründern auf. Ziel ist ein ganzheitliches Beteiligungsportfolio, das mit einem Ökosystem-Ansatz den Goldstandard für Gebäude und Quartiere von morgen setzt.

Über Familiy Office Hopp

Das Family Office Hopp koordiniert und betreut Investitionen der Unternehmerfamilie Hopp in den Bereichen Technologie, erneuerbare Energien und Immobilien. Technologie „Made in Germany“ und Nachhaltigkeit bilden Schwerpunkte. Partnern und Investitionsunternehmen steht das starke Netzwerk des Family Office zur Verfügung.

aedifion GmbH

Die aedifion GmbH ist ein wachstumsstarkes PropTech aus Köln und betreibt mit knapp 50 Mitarbeitenden die führende Cloud-Plattform zur Optimierung von gewerblichen Immobilien. Die intelligente, KI-basierte Software schafft umfassende Datenverfügbarkeit, analysiert und regelt autonom den Gebäudebetrieb so, dass die Energieeffizienz und der Komfort gesteigert, die CO2-Emissionen reduziert und die Betriebskosten minimiert werden.

aedifion GmbH / 27.01.2023

Foto: aedifion GmbH

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