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Elvis

Kino

Das Leben Elvis Presleys, erzählt von seinem Manager. Ein Film, so groß und begeisternd wie die Legende, die er porträtiert.

Das Leben Elvis Presleys, erzählt von seinem Manager. Ein Film, so groß und begeisternd wie die Legende, die er porträtiert.

Elvis Presley ist ein junger, ungestümer und extrem talentierter Sänger, als der gewiefte Manager „Colonel“ Tom Parker in der Provinz auf ihn aufmerksam wird. Im Laufe der folgenden Jahre wird Elvis zu einer musikalischen Ikone, die die Welt erobert. Und Parker setzt alles daran, mit diesem Talent den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Aus der Perspektive des berüchtigten Managers erzählt Meisterregisseur Baz Luhrmann die Geschichte von Elvis Presley als bombastisch-eindrucksvolles Biopic-Drama mit schillernden Bildern, mitreißender Musik und umwerfenden Hauptdarstellern.

Schon die ersten Szenen dieses ungewöhnlichen Biopics sind wie ein Feuerwerk für die Sinne. Mit schachtelartig angelegten Montagesequenzen springen Luhrmann und seine Editors Jonathan Redmond und Matt Villa in den früheren Erinnerungen des „Kings“ hin und her, lassen die Kindheit im Süden der USA als Erweckungsfantasie und als Comic auferstehen, die mitreißenden Songs, die allesamt Klassiker sind und an Energie und Zauber nichts eingebüßt haben, umrahmen die einzelnen Sequenzen und zeigen die sogartige sinnliche Magie, die Elvis‘ Songs von Beginn an auf das vor allem weibliche Publikum ausübten. Das Phänomenale in Austin Butlers Verkörperung von Elvis liegt nicht in einer etwaigen Ähnlichkeit mit ihm, sondern zeigt sich vor allem in seiner charismatischen Ausstrahlung, die bei jedem Auftritt Funken versprüht und die die Bühnensequenzen zu einem einzigartigen Musikerlebnis machen, das man auf alle Fälle auf der großen Leinwand genießen sollte. Luhrmann geht seinen eigenen erzählerischen Weg, fern von einem akkurat nacherzählten Biopic, dabei vermischen sich Realität und freie Interpretation kunstvoll miteinander und vermitteln Elvis‘ Leben als Gefühl einer ganzen Zeit. Die aufgegriffenen gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Identitätssuche, Starruhm und der Kampf gegen die Suchtspirale im Showbiz verleihen dem Film auch heute eine hochaktuelle Relevanz. Zusätzlich macht Luhrmann den anhaltenden musikalischen Einfluss von Elvis Presleys Musik durch die aktuellere Musik deutlich, die sich organisch in die Sequenzen einfügt. Der von Tom Hanks eindrucksvoll mit Ambivalenz verkörperte Tom Parker ist der ideale Erzähler der Geschichte. Ein Mann, dem Elvis gerade am Anfang blind vertraute – und der ihn für seine eigenen Zwecke schamlos ausnutzte. Baz Luhrmanns ELVIS ist die übergroße Verfilmung eines übergroßen und letzten Endes tragisch-traurigen Künstlerlebens. Eine inszenatorische Sensation und eine filmische Wucht, die dem „King“ in jeder Form gerecht wird.

FBW / 20.06.2022

Foto: FBW

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