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Rüstungskonzern Rheinmetall in der Kritik

Parallel zur virtuellen Aktionärsversammlung der Rheinmetall AG haben Hunderte Menschen in acht Städten in Deutschland auf kreative Weise gegen die Rüstungsindustrie protestiert. Jetzt mobilisiert „Rheinmetall Entwaffnen“ nach Kassel.

Parallel zur virtuellen Aktionärsversammlung der Rheinmetall AG haben Hunderte Menschen in acht Städten in Deutschland auf kreative Weise gegen die Rüstungsindustrie protestiert. Jetzt mobilisiert „Rheinmetall Entwaffnen“ nach Kassel.

Das bundesweite Bündnis Rheinmetall Entwaffnen hat zu dezentralen Aktionen gegen die Rüstungsindustrie und Militarisierung aufgerufen, in sieben Städten fanden kreative Proteste statt. Anlass für den heutigen dezentralen Aktionstag war die Aktionärshauptversammlung von Rheinmetall. Der größte Rüstungskonzern Deutschlands hat in diesem Jahr eine Rekordsumme von Dividenden an die Aktionär:innen ausgezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die
Ausschüttung um 65 Prozent.

„Während sich Rheinmetall vor allem durch Krieg und Krise eine goldene Nase verdient, öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Und die Bundesregierung befeuert diese Situation, indem sie weitere 100 Milliarden Euro in die Aufrüstung der Bundeswehr pumpt, anstatt sie zur Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungleichheit zu nutzen“, sagt Lisa Schulze vom Bündnis Rheinmetall Entwaffnen.

Genau von dieser Politik leben Konzerne wie Rheinmetall und deren Aktionär:innen. Für das antimilitaristische Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ war das der Grund, um die Hauptversammlung als Anlass für bundesweite Aktionen zu nehmen.

In acht Städten waren mehrere hundert Menschen heute auf der Straße. Es gab Aktionen in Düsseldorf, Nürnberg, Göttingen und Jena. In Bremen markierten Aktivist:innen während einer Fahrraddemo die Profiteure von Krieg und Krise. In Berlin wurde vor dem Sitz des Lobbyverbandes der deutschen Rüstungsindustrie demonstriert. Die Pop-Up-Karrierelounge der Bundeswehr diente in Hannover als Bühne für Proteste. Zudem schmücken seit heute antimilitaristische Plakate Leipzig und verweisen auf die Zusammenhänge zwischen Krieg und Klimakrise.

„Auch wenn die Aktionärsversammlung von Rheinmetall heute wieder virtuell stattgefunden hat, zerren wir ihre blutigen Geschäfte in die Öffentlichkeit. Denn Kriege beginnen auch hier – und ebenso der Widerstand!“, so Conni Lenert vom Bündnis Rheinmetall Entwaffnen.

Zur Zeit bereitet das Bündnis eine antimilitaristische Aktionswoche in Kassel vor. Während der internationalen Kunstausstellung documenta wird es vom 30. August bis zum 4. September 2022 in der Rüstungsmetropole in Hessen ein Camp mit Workshops, Bildungsangeboten und ungehorsame Massenaktionen gegen die Rüstungsindustrie geben.

ANF

Foto: Rheinmetall Entwaffnen

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Written by Claudia Carmen

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