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fliederKind mit kunstvollem Video zur Single „Wolkenschieber“

(QUASI LOVE/PHAZZ-A-LABEL/ALIVE!)

fliederKind sind auf ihrem dritten Album auf eine besondere Art und Weise emotional.

„Emotion ist ein seltsames Wort“, hat der Kraftwerk-Mitbegründer Florian Schneider einmal gesagt. Auf den ersten Blick könnte das auch auf fliederKind passen: Zwei Physiker, die mit elektronischen Geräten Popmusik machen und über 600 Kilometer hinweg wie zwei verschränkte Quanten agieren – was soll dabei anderes herauskommen als robotisches Gewerkel musikalischer Maschinen? Ein filigranes und poetisches Album, das überrascht! 

fliederKind sind auf ihrem dritten Album auf eine besondere Art und Weise emotional. Die Maschinen bleiben präsent – auf Augenhöhe mit der Lyrik und der Komposition. Bestes Beispiel: der Titelsong „Zentrale Kreaturen“. Er schleicht sich technoid-subtil in die Gehörgänge und zieht direkt weiter in die kreativen Areale des Gehirns; dort offenbart der Refrain eine lyrische Dichte, die die ganze LP prägt. Diese Wärme ist umgekehrt auch technisch verankert. Nicht umsonst steht „[ALLES ANALOG]“ auf dem Plattencover: 

Das fliederKind-Studio, das in den letzten Jahren in Wiesbaden gewachsen ist, steht voller klassischer Synthesizer, deren Signale in ein großes analoges Mischpult fließen. Über die großen Racks mit altbewährtem Studioequipment bis hin zur 2-Spur-Bandmaschine, bei der alles zusammenläuft: fliederKind hat sich einer Arbeitsweise verschrieben, die perfekt zur Atmosphäre ihrer Musik passt. „Dieses eine analoge, unwiederholbare Foto – das machen wir in der Musik. Es ist der eine Versuch, bei dem alles stimmen muss, um ihn auf Band festhalten zu können“, fasst Egbert Schark den Prozess zusammen. 

Dieser Prozess ist eng dem Gedanken des Handwerklichen verbunden: Die Texte entstehen mit Füller auf Papier, die Maschinen sind liebevoll gepflegte Oldtimer (dabei hilft es, Physiker zu sein!), der Output ist das eine Masterband. Statt Wegwerfmentalität und Massenproduktion ist das Projekt fliederKind durchdrungen vom Ethos nachhaltiger Handarbeit. “Trotz all der Maschinen ist fliederKind eine Manufaktur“, beschreibt Schark diese Haltung. 

Schark ist auch der „Raketenforscher, der aus all dem analoge Musik macht“ und dem Projekt fliederKind seine Stimme leiht. Die andere Hälfte des Duos ist Maximilian Schäfer, ebenfalls Physiker und Synthesizerianer und in erster Linie für die authentischen Texte zuständig. „Texte und Musik haben bei uns das gleiche Gewicht“, sagt er. „Wir versuchen mit den Texten Assoziationswelten aufzuspannen, die von der Musik in eine zusätzliche Dimension gehoben werden.“ Während der gemeinsamen Produktion, verbunden über den Äther des „mobile working process“, entsteht aus Musik und Text dann ein Ganzes. 

Das „Wolkenloch, das Licht zu mir lässt strömen“, wie es im Opener „Licht“ heißt – das ist das Album selbst, Nahrung für unsere verwundeten Seelen, eine emotionale Aura, die über die Enge alltäglicher Beschränkung hinausträgt. Emotion mag ein seltsames Wort sein – sie bleibt essentieller Teil des Lebendigen. Dafür ist „Zentrale Kreaturen“ ein Beleg: nachhaltiger und poetischer Techno-Pop vom Feinsten.

Kahé PR & Dialog / 06.06.2023

Foto: Kahé

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